Donnerstag, 2. Mai 2013

Unter grünem Himmel




Der Himmel müsst azuren sein,
ein blaues Meer im rechten Schein,
doch zeigt er heute alle Spiele
des grünen Baldachins im Hain,
den Fang der Blicke nur zum Ziele.

Da stuft das Grün sich ab, vermengt
mit roten Tönen sich, verdrängt
das Braun, das fahle Grau der Zweige,
ersteht in Lieblichkeit und senkt
vor Üppigkeit den Ast nur Neige.

Des jungen Laubes Firmament,
kühlt Wangen, wenn die Sonne brennt,
lässt Frohgedanken kreisen, schweben,
vermittelt, was man Wohlsein nennt
und schenkt ein lohnendes Erleben.

Rabenvögel





Dohle Norbert hasst die Krähen.
Vögel, die ihm ähnlich sehen,
mag er nicht, auch kluge Raben
meidet er. Die schwarzen Knaben
hält er schlimmer noch als Häher
oder Elstern, dies von je her.
Ja, so sagt er unverhohlen,
hasst er im Prinzip auch Dohlen.
Mich macht Norberts Fremdbewerten
vogelkundlich zum Experten.




Schrecke niemals Wegschnecken!





Länger brauchen Wegschnecken
für gewisse Wegstrecken
als zum Beispiel Eisbären,
die ja längst schon Eis wären,
wenn sie nicht wie Feldhasen
hurtig übers Feld rasen.
Also sollt‘ man Wegschnecken
nie auf ihrem Weg schrecken.
Schnecken, die wie Feldhasen
angstvoll übers Feld rasen,
glichen dann den Eisbären,
die kein bisschen weiß wären.
Könnten sie das wegstecken?


Mittwoch, 1. Mai 2013

Mai, oh Mai




Mai, oh Mai, du Mond der Düfte
aus der Pracht der Nektarkrüge.
Wangen schmeichelnd laue Lüfte
führen uns zu Floras Jugend.
Frohsinn wird des Tages Tugend,
Missmut wäre reine Lüge.

Einen Baum mit bunten Bändern
will der Brauch zur Linde setzen.
Volk tritt auf in vielen Ländern,
um der Arbeit Wert zu preisen.
Mai, dein Tun mit lauten, leisen
Tönen, weiß man wohl zu schätzen.


zum 1. mai





sie marschieren
schwenken fahnen
transparente
zettelflug
paradiert wird
zum gedenken
brauch und mahnung
feierzug

andern ortes
fordern darbend
menschenscharen
gleich zu sein
diese kraft des
forschen wortes
stellt der kugeln
hagel ein

bombensplitter
kerkermauern
unterdrücken
aufbegehr
fern der Tag wo
fahnenschwenken
rückblick ist zur
arbeitsehr