Samstag, 22. März 2014

See-Erwachen


Frühlingsnebel, Winterschwaden,
Brüder zwar - und doch Vasallen
zweier Herren. Luft, beladen
mit des Frühjahrs Morgentau,
heitert auf. Der Tagesschau
Anfang findet schon Gefallen.

Hebt der Dunsthauch sich, erglänzen
Goldlamé und Silberbrücken,
die im Spiegel sich ergänzen
mit der Glut der Wolkenbank
und dem Ätherblau. Mein Dank
gilt der Gunst, dies zu erblicken.

See-Erwachen


Frühlingsnebel, Winterschwaden,
Brüder zwar - und doch Vasallen
zweier Herren. Luft, beladen
mit des Frühjahrs Morgentau,
heitert auf. Der Tagesschau
Anfang findet schon Gefallen.

Hebt der Dunsthauch sich, erglänzen
Goldlamé und Silberbrücken,
die im Spiegel sich ergänzen
mit der Glut der Wolkenbank
und dem Ätherblau. Mein Dank
gilt der Gunst, dies zu erblicken.

Freitag, 21. März 2014

Unauslöschlich




Du gingst da vor mir und ich sah deine Füße -
die nackten - in dünnriemig braunen Sandalen.
Die Maikirschen lockten mit duftender Süße,
das Rot deiner Nägel gewann dieses Strahlen.

Das waren die Tage der quälenden Fragen,
es war auch die Zeit der verrückten Gedanken,
sie stachelten auf, doch verboten das Sagen.
Der Juni ging, Juli hob endlich die Schranken.

Wir kennen nun Sommer im Maß hoher Zahlen
und Maikirschen locken noch immer mit Süße.
Ich seh wie vor Jahren in braunen Sandalen
das Rot deiner Nägel, den Reiz deiner Füße.

Elfentanz




Millionen Elfen kleiden
sich in feine Seide, neiden
ihren Schwestern nicht die Pracht,
was sie noch viel hübscher macht.

Blaue Faltenröcke schwingen.
Weißen Hauch mit gelben Ringen,
violetten Robenglanz
trägt die Blumenfee zum Tanz.

Menschenaugen sehen Blüten,
weil die Geistchen sich wohl hüten,
allen ihre Wesenheit
preiszugeben. Wunderzeit!


Frohes Erwarten




Der Berg hält dem  Winter – schon zweifelnd – die Treue,
ein See spiegelt Gipfelweiß, zeigt aber scheue
Versuche des Sommers, sein Kommen zu künden.
Die Wiesen, die Sträucher und Bäume verbünden
sich freudig mit Malern in tiefem Verstehen;
das Fahle und Graue lässt Lauwind verwehen.
Im Doppelbild eifern die Kelche und Sterne
mit gleißendem Firnschnee aus wachsender Ferne -
und üppiger, bunter bestellt sich der Garten
von Stunde zu Stunde. Welch frohes Erwarten!