Sonntag, 29. Juni 2014

kirschenpärchen


zwei perlen an stielen
zwei tröpfchen die spielen
im sonnenlicht leuchten
das naschmündchen feuchten
aus blättern und zweigen
als blickfang sich zeigen
der glanz ihrer wangen
weckt süßes verlangen
im baum sitzen stare
die kostbare ware
im winkel der augen
die fruchtfliegen saugen
schon heimlich am morgen
die herzkirschen sorgen
für trubel im baum
ein frühsommertraum



kirschenpärchen


zwei perlen an stielen
zwei tröpfchen die spielen
im sonnenlicht leuchten
das naschmündchen feuchten
aus blättern und zweigen
als blickfang sich zeigen
der glanz ihrer wangen
weckt süßes verlangen
im baum sitzen stare
die kostbare ware
im winkel der augen
die fruchtfliegen saugen
schon heimlich am morgen
die herzkirschen sorgen
für trubel im baum
ein frühsommertraum



Samstag, 28. Juni 2014

Vom See zum Berg




Den Worten fehlt die rechte Macht,
das Tal in seiner Sommertracht
zu würdigen, den Kern zu finden
von Himmelblau und Fichtenrinden,
von Doppelbildern tief im See
und letztem Rest an Gipfelschnee,
von aller Lieblichkeit der Hänge
und stillen Bächen in der Enge
der Bergesfüße. Augen nur
vermitteln  Bilder der Natur.

spatzenbad




geplitscher geplätscher
gezwitscher gezwätscher
spatzenbadwonnen
nässen und sonnen
frechdachsvergnügen
haschen und fügen
tropfenfontänen
federkleidsträhnen
lustig zum schauen
heitres erbauen
geplitscher geplätscher
gezwitscher gezwätscher


Freitag, 27. Juni 2014

Gott ist das Sein, das Sein ist Gott




Die Lilie widmet die Blüte der Freude,
ein  Prachtkäfer schenkt sich als Schmuckstein der Schönen.
Sie stehen für Leben im Erdengebäude,
das Bosheit nicht kennt, kein Vergelten, kein Höhnen,
sich selber genügt und den Gott in sich trägt,
den schwebenden Weltgeist, der allseits sich regt.

Die Menschen vermeinen die Wahrheit zu kennen,
verstümmeln in Unvernunft  Würde und Ehre.
Sie wollen das Göttliche zwanghaft benennen
und fühlen trotz allem oft innere Leere.
Wer Lilien sieht, ihre Schönheit genießt,
der ahnt, wie das Dasein aus Gnadenstrom fließt.